Absturz eines Lancaster Bombers in Wuppertal Schoeller

Absturz eines Lancaster Bombers in Wuppertal Schoeller

Crew der Lancaster NE114

Am 23.5.1944 flog die Royal Air Force (RAF) Angriffe auf diverse deutsche Städte. 375 Maschinen flogen in Richtung Dortmund, um die Stadt erneut zu bombardieren. Beteiligt war auch die 166. Staffel der RAF. Zu den ausgesandten Maschinen gehörte die Lancaster NE114, die nach dem Angriff von deutschen Nachtjägern verfolgt wurde. Trotz heftiger Ausweichmanöver und Abwehr durch den Bordschützen, schossen die Jäger bzw. die Flak die Maschine ab. Sie stürzte in Wuppertal-Schöller ab. An Bord waren sieben Besatzungsmitglieder, drei Kanadier und vier Briten. Nur der Bombenschütze und der Heckschütze, welcher mit seinem Fallschirm auf einem Wohnhaus landete, überlebten den Absturz. Während der Bombenschütze noch einen Fluchtversuch unternahm, wurde der Heckschütze inhaftiert. Beide sahen sich kurze Zeit später in Düsseldorf wieder, wo sie erstmals vernommen wurden. Anschließend kamen Sie nach dem Aufenthalt in Verhörlagern in das Stammlager Bankau in Polen. Durch den weiteren Vormarsch der Russen musste das Lager Anfang 1945 aufgegeben werden. Die Gefangenen mussten an dem später als „Todesmarsch“ bezeichneten Marsch nach Deutschland teilnehmen. Beide Kanadier überlebten und kamen später wieder zurück nach Kanada.

2015 machten sich ehrenamtliche Mitarbeiter des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland auf die Suche nach Belegen für den Absturz. Zahlreiche Funde, u.a. eine Fliegerarmbanduhr und diverse kleinere Flugzeugteile anhand derer man den Flugzeugtypen bestimmen konnte, wurden gefunden. Ausführliche Recherchen über die Crew, die Maschine und den Angriff ergeben ein umfassendes Bild der Geschehnisse.Lesaar Flugzeugabsturz Schoeller x

Die Absturzstelle befindet sich im Bereich des neanderland STEIGs. Hier wurde eine Gedenktafel angebracht.

Wer mehr wissen möchte, kann weitere Details diesem Buch entnehmen.